Einen Tag ihres Erholungsaufenthalts im Landkreis Stade verbrachten die ukrainischen Kinder und ihre Mütter und Großmütter am 31. Juli bei uns in Harsefeld.
Auf Initiative von Hermann Fitschen, der den Spendenlauf für die ukrainischen Kinder ins Leben gerufen hatte, war die Gruppe der Einladung in unsere Kirchengemeinde gefolgt. Pastor Hermann Heinrich begrüßte alle 48 Ukrainer:innen und die Übersetzerinnen und Begleitpersonen aus dem Landkreis in der St. Marien- und Bartholomäi-Kirche. Er zündete eine Gedenkkerze an für Angehörige, die infolge des Krieges ums Leben gekommen sind oder um deren Leben sie gerade bangen.
Ein Lächeln zauberte Hermann Heinrich ihnen dann ins Gesicht bei den mit Anekdoten gespickten Erklärungen zu den Symbolen der Kirche. Später erzählte mir eine der Mütter auf Englisch, dass die Geistlichen ihrer orthodoxen Gemeinde zwar prunkvoller gekleidet seien, aber bei weitem nicht so zugewandt und lustig seien wie unser Pastor. Dabei trug Hermann Heinrich immerhin sein festliches weißes liturgisches Gewand, die „Albe“ mit roter Stola!
Hermann Fitschen überreichte den Gästen Harsefeld-Souvenirs und Fotos vom Spendenlauf und von unserer schönen Kiche. Lyudmila Alba, die Leiterin der ukrainischen Kindergruppe, versprach, dass die Fotos als Zeichen der Wertschätzung für unsere Unterstützung einen Ehrenplatz im Rathaus von Mykolajiw erhalten werden.
Als Hermann Fitschen anregte, nach einem hoffentlich baldigen Ende des Krieges einen gemeinsamen Spendenlauf in Mykolajiw zu veranstalten, stimmten einige der ukrainischen Gäste mit eifrigem Kopfnicken zu. Nach einem Segen konnten sich Kinder und Erwachsene auf der Wiese vor der Kirche bei Fußball, Badminton und Boule aktiv betätigen oder in der Sonne chillen.
Zu Fuß ging es mittags durch den Klosterpark und an Rathaus und Eissporthalle vorbei zum Kidsplanet. Die neu errichtete Wasserfontäne in einem der Klosterteiche bot ein stimmungsvolles Foto- und Selfiemotiv für die Mütter.
Unterwegs berichteten einige, dass ihre ukrainische Kirche mittlerweile von der russisch-orthodoxen Kirche unabhängig sei, die Priester jedoch geblieben sind. Das habe Auswirkungen auf ihr Vertrauen in die Kirche. Kirchliche Mitarbeitende sollten die Menschen begleiten, die in ihrer Gemeinde leben und dort Halt suchen. Die schlichte Schönheit unserer Harsefelder Kirche hat ihnen sehr gut gefallen.