Konfirmation 2023

Nachricht 12. November 2022

Blog des neuen Konfi-Jahrgangs

Neu im Konfi-Blog: Unser erster Elternabend und die Jenny-Geschichte.

11. + 12. November: Jennys Geschichte und unser erster Elternabend

Wir haben uns sehr gefreut, dass unser zweites Treffen mit den Konfirmanden und Konfirmandinnen so bald nach unserem Starter-Wochenende war, denn es macht einfach viel Freude, zusammen zu kommen! 

Diesmal waren wir zum ersten Mal in unseren Gruppen am Freitag (34 Konfis) und am Samstag (18 Konfis) zusammen. Unser Thema war eines, mit dem jede und jeder schon einmal Berührung hatte. Wir haben uns damit beschäftigt, wie wir Umgang mit Schuld erleben. 

Zwei Teamerinnen haben dazu am Anfang eine Geschichte erzählt, wie bei ihnen mal etwas schiefgelaufen ist. Einmal ist eine Kloschüssel zu Bruch gegangen, das andere Mal eine nicht so einfach zu ersetzende Schüssel. Geschichten wie diese hat wohl jeder schon einmal erlebt. Manchmal gehen Dinge einfach schief, ganz unabsichtlich, und manchmal tun wir Dinge trotzdem, obwohl wir wissen, dass sie nicht richtig sind. Was dann passiert, ist wohl sehr unterschiedlich. So haben es auch die Konfis beschrieben, als sich sich dazu positionieren mussten, was typischerweise zu Hause, in der Schule oder im Freundeskreis passiert, wenn was schiefgelaufen ist. Je nach Situation passieren wirklich sehr unterschiedliche Dinge. Dieser Einstieg zeigt, wie komplex und präsent das Thema Schud und der Umgang damit ist. Es ist nicht immer so oder so, aber einen Punkt hat alles gemeinsam: Schuld zu haben ist belastend für Beziehung. Der Wunsch, dass das, was schiefgelaufen ist, wieder in Ordnung kommt, ist in jeder Situation präsent. 

Die Geschichte von Jenny, die wir uns im Anschluss in den Kleingruppen angesehen haben, zeigt diese Komplexität noch einmal auf. Jenny ist eine junge Frau, die von ihren Eltern 5000€ möchte, um nach Berlin zu ziehen. Ob die Eltern das Geld bezahlen oder nicht - das entscheiden die Kleingruppen. Die Geschichte von Jenny verläuft nicht linear, sondern immer wieder mussten die Konfis miteinander überlegen, wie es weitergeht. Je nachdem, welche Entscheidungen getroffen worden sind, endet die Geschichte von Jenny ganz unterschiedlich. So wurde erlebbar, wie verstrickt und vertrackt Lebensgeschichten ablaufen können und wie verwoben die Themen Schuld und der Umgang damit sind. 

Natürlih haben wir uns die Jenny-Geschichte nicht ausgedacht, sie steht schon in der Bibel. Da ist es nicht Jenny, sondern ein Sohn, der von seinem Vater Geld fordert, um sein eigenes Leben zu beginnen. Jesus erzählt diese Geschichte, um zu zeigen, wie Gott mit uns umgeht. Anders als in der Geschichte von Jenny, bei der nicht so klar ist, wie alles ausgeht, können wir uns bei Gott darauf verlassen, dass wir jederzeit zu ihm kommen können. Er verschließt nicht die Tür, er bestraft uns nicht, er fordert keine Wiedergutmachung. Jesus erzählt von Gott, dass er von Herzen auf uns wartet, weil wir (neu) entschieden haben mit ihm zu leben. Und Jesus erzählt, dass Gott für jeden Menschen, der diese Entscheidung trifft, im Himmel eine Party schmeißt. (Nachzulesen in Lukas 15).

So verbindet sich das Leben von Jenny, in dem sich unsere Konfis wiederfinden können, mit der Geschichte aus der Bibel. Beides macht etwas von Gott deutlich. Gerade wenn nicht alles glatt läuft ist es gut zu wissen, dass auf Gott Verlass ist. 

In den Kleingruppen haben die Konfis die Geschichte von Jesus am Ende gelesen in ihrer Bibel. Dazu gab es drei verschiedene Symbole, mit denen der Text näher entdeckt worden ist. Während der Konfi-Zeit machen wir am Ende immer einen Abschluss in den Kleingruppen mit gemeinsamen Bibellesen, einem Gebet und einen Segen. Wir wünschen uns, dass die Bibel zu eigenen Bibel wird und die Jugendlichen erfahren, dass sie darüber viel von Gott mitbekommen können.

Am Freitagabend fand direkt nach dem Konfi-Treffen unser erster Elternabend statt. Wir wollen nicht nur den Konfirmandinnen und Konfirmanden ein gesegnetes Jahr bis zur ihrer Konfirmation schenken, sondern den Familien als ganzes. Deswegen gibt es nicht nur informelle Elterntreffen, sondern verschiedene Themen und vor allem Zeit miteinander, so dass hinterher wirklich alle denken: "Gut, dass wir uns für die Konfirmation angemeldet haben!"  Wir freuen uns also auf viele weitere schöne Elternabende mit netten Gesprächen, gutem Essen und Gemeinschaft. Gestern haben wir Brot mit Dips sowie Wein und Kaffee genossen und haben uns dabei über die eigenen Erfahrungen mit der Konfi-Zeit, unseren Wünschen und das Abendmahl ausgetauscht. 

30. Oktober: Mach dir (k)ein Bild

Endlich: Unser verschobenes aber nicht aufgehobenes Starter-Wochenende mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden konnte stattfinden. Wir haben uns sehr gefreut, von Sonntagmorgen-Montagmorgen mit all den Jugendlichen, die nächstes Jahr ihre Konfirmation feiern wollen, Zeit zu haben. Begonnen haben wir mit einem Gottesdienst, in dem das Team und in dem die Konfirmand*innen mit ihren Familien herzlich begrüßt worden sind. 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen und all den organisatorischen Dingen, die so am Anfang zu klären sind, haben wir uns auf unser erstes Thema gestürzt: "Mach dir (k)ein Bild". 

Wahrscheinlich ist es so, dass viele eine Vorstellung davon haben, wie Gott ist. Das betrifft sowohl sein Äußeres als auch seinen Charakter. Unsere Vorstellungen von Gott sind geprägt von eigenen Erfahrungen, von der Meinung anderer Menschen, vom eigenen Nachdenken. Aber nur, weil man eine Vorstellung von Gott hat heißt das nicht, dass man sich über diese auch im Klaren ist. Deshalb haben wir damit begonnen, auf Holzfliesen mit vielen verschiedenen Materialen darzustellen, wie unsere Bilder von Gott sind. Im Anschluss wurde in den Kleingruppen überlegt, welche Charaktereigenschaften diese Vorstellung von Gott eigentlich auszeichnet. 

Danach kam der Clou: Die Teamer*innen haben verschiedene Geschichten aus dem Leben vorgelesen und die Konfirmand*Innen haben darüber diskutiert, welche Vorstellung von Gott in diesem Moment wohl am präsentesten ist und weiterhilft. In einem Raster mussten dann die Gottesbilder neu sortiert werden, was aber nur so lange klappt, wie man auch Platz hat um zu schieben. Bei der letzten Geschichte war dieser Platz nicht mehr vorhanden. Und jetzt? Wenn Gott nicht auch nochmal anders sein kann als wir es uns bisher gedacht haben, dann haben wir auch keine Möglichkeit, neue Erfahrungen mit ihm zu sammeln. Doch genau das soll ja in dem Konfi-Jahr passieren: Gott neu begegnen, die eigenen Vorstellungen überprüfen, entdecken was wir wirklich glauben. So haben wir ganz spielerisch entdeckt, was bei diesem Thema wichtig ist. Eben interaktiv, so, wie wir gerne miteinander arbeiten wollen.

Am Abend gab es dann einen Spieleabend und im Anschluss einen Film in der Kirche, bevor dann alle unter Decken und in Schlafsäcke gekrochen sind. Ein schöner Auftakt in das gemeinsame Jahr!

30. August - Team-Auftakt

Nach den Sommerferien stand unser erstes Team-Treffen an. Über 30 Jugendliche haben sich gemeldet, um die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden bis zur ihrer Konfirmation im nächsten Sommer zu begleiten. Das ist das mit Abstand größte Team, das wir jemals hatten. Wir freuen uns sehr über so viele, die sich einsetzen wollen! Sie alle werden die Zeit bereichern und für sie alle wird die Zeit eine Bereicherung sein. Gemeinsam haben wir die ersten organisaotorischen Dinge besprochen: Wann sind welche Termine? Wer ist am Freitag dabei, wer am Samstag? Wie funktioniert das mit der App? ... Noch wichtiger war aber zu entdecken, was es eigentlich heißt, Konfi-Mitarbeiter*in zu sein: Es geht darum, die Gemeinschaft zu prägen und den Konfirmand*innen Wegbegleiter*in zu sein bei ihrer Suche nach Gott im eigenen Leben. Für uns steht fest: Wir sind starklar und schwer motiviert!

29. August 2022 - Die heiße Phase

Nach den Sommerferien hat sie begonnen, die heiße Phase kurz vor dem Start mit unserem neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden und dem großen Team, dass den neuen Jahrgang begleitet. Im Moment rauchen vor allem die Köpfe von Hermann und Daniel bei all dem, was im Hintergrund zu organisieren ist: Termine absprechen, Informationspool für die Familien auf unserer Homepage einrichten, Online-Abfragen erstellen, die erste Einheit vorbereiten, Infos und Starthilfen für das Team erarbeiten... Für so eine intensive Herzenangelegenheit wie die Arbeit mit den Konfirmand*innen und ihren Familien gibt es einfach eine Menge zu tun, damit dann all das, was wir so vorhaben, auch umgesetzt werden kann. Ein Teil unseres Konfi-Projektes ist auch dieser Blog, in dem wir für die Familien und alle Interessierten berichten, was in unserem Jahr so passiert. So haben alle, die wollen, die Möglichkeit, einen kleinen Einblick in unsere Arbeit zu bekommen. 

Pastor Hermann Heinrich

Diakon Daniel Hägerbäumer