Die Geschichte des Basars

21. November 2020

Wilhelm Pillon erzählt von der Entstehungsgeschichte des Basars.

Der Mann der ersten Stunde!

Wilhem Pillon hat in einem Gespräch mit Marga Engelmannüber von der Basar-Entstehung erzählt.


Tannenbäume zählen für eine Drehorgel  

1973 – 2020 der 48. Basar – und alles ist anders  Henner Krause ist 1973 Pastor in Harsefeld, er initiierte den ersten Basar. Christa F., Doris K., Anneliese K., Willi und Mimi K, Elfriede V., Grete W., Antje W., Herbert und Johanna H., Heinz-Max H., Namen, die wir gern und dankbar mit dem Basar von damals in Verbindung bringen.  

In der Schule am Rosenborn fand er statt, Kaffeetrinken in der Aula, Verkauf in den Klassenräumen. Tische waren ja vorhanden, an die Tafeln wurde die Tischordnung gezeichnet, damit nachher alles wieder ordentlich hingestellt werden konnte. Seit 1992, die Vorschulkinder beanspruchten mittlerweile die Räume, findet der Basar in der Schützenhalle statt, die damals noch unter der Leitung von Kuddel und Locke war. Sonntags, nach dem Gottesdienst. Mittlerweile findet der Gottesdienst auch in der Schützenhalle statt und das Team ist ab 7.00 Uhr morgens im Einsatz.  

Von Anfang November bis zum Basar zeichneten Elfriede und Mimi die gespendeten Haushaltssachen, die Handarbeiten, gebrauchte Vasen, Lampen, Bücher und noch so viel mehr im Kirchenbüro mit den Verkaufspreisen aus. Am Mittwoch vor dem Basar wurden den ganzen Tag die Gestecke hergestellt. Gebrauchte Haushaltswaren sind nun nicht mehr zeitgemäß – oder doch? Gestecke sind ja frisch, die gibt es noch immer.  

Am Freitag vor dem Basar fuhr Wilhelm Pillon mit Frau und Kindern nach Bremen, um eine Drehorgel abzuholen, auf der Fahrt dorthin sollten die Kinder alle schon geschmückten Tannenbäume zählen – es gab eben noch kein Smartphone und so war die Fahrt nicht so langweilig. Beim Basar hat dann Heinz-Max H. die Orgel gespielt, ein Harsefelder Original, der auch schon als Scherenschleifer unterwegs war. Bestimmt brachte das so manche D-Mark in seinen Hut.      

70 bis 80 Leute waren im Einsatz, Wilhelm Pillon hat die Leute und die anfallenden Arbeiten koordiniert und delegiert, die Verlässlichkeit der Zusagen zur Mitarbeit trugen aus Wilhelm‘s Sicht zum guten Gelingen der Basare bei. So an die 50 Kuchen und Torten wurden gebacken, Kaffeekochen war Wilhelm‘s Aufgabe, er konnte das am Besten. Nur einmal gab es eine Beschwerde: „Letztes Jahr war der Kaffee besser!“ Was war passiert? Eine angeblich neue Methode der Röstung versprach, statt der 500g Kaffee für 80 Tassen benötigte man jetzt nur noch 400g. Werbeversprechen???  

Und dann die Tombola: die Preise waren oftmals bescheiden – eine kleine weiße Christbaumkerze aus einem 20er- Paket, eine Postkarte mit der Jahreslosung von vor 2 Jahren, manches Kind ging enttäuscht von dannen. Das war für Kirsten Pillon dann doch zu wenig bzw. zu viel, kurzerhand tauschte sie die Preise aus, das kam aber wohl nur bei den Kindern gut an :-).  

Beim ersten Basar kamen 3.720,-- DM zusammen, im Rekordjahr 1996 waren es 19.406,90 DM. In den ersten Jahren ging das Geld nach Hermannsburg, später auch nach Rumänien, nach Beit Jala in die Abrahamsherberge, einmal floss das Geld in die Renovierung der Orgel. Seit ein paar Jahren bleibt es in der eigenen Gemeinde, für die Finanzierung der Diakone im „FÖ“ und „Initiative 153“, auch die Stiftung profitiert davon, dadurch wiederum die ganze Gemeinde.  Bei unserem Gespräch flammt bei Wilhelm die Begeisterung für die Basare der Vergangenheit auf, wer Wilhelm‘s ruhige Art kennt, das ist schon etwas Besonderes! 

Gern hat er die Basare organisiert und es war ihm niemals eine Last, hat Spaß und Freude gemacht, ihm wird ja auch ein gutes Organisationstalent nachgesagt :-).